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Einstiegzuletzt aktualisiert: 07.07.2026

Kein Tech-Hintergrund? Kurz gesagt: Open Source heißt, dass Software allen gehört und alle mitbauen dürfen — wie ein Rezept, das offen geteilt wird, statt als Geheimrezept eingeschlossen zu werden. Eine Genossenschaft macht dasselbe mit dem Betrieb. Wer Open Source kennt, kennt das Prinzip schon — nur unter anderem Namen.

  • Gemeinsames Eigentum: Der Quellcode gehört niemandem allein; er ist offen und geteilt. Eine Genossenschaft macht dasselbe mit dem Betrieb — den Produktionsmitteln.
  • Beitrag statt Befehl: In einem gesunden Projekt zählt, was du beiträgst, nicht dein Titel. Maintainer koordinieren, sie befehlen nicht — gelebte Soziokratie.
  • Pull Request statt Anweisung: Änderungen werden vorgeschlagen, diskutiert, gemeinsam angenommen. Genau so entscheidet eine Genossenschaft im Konsent.
  • Recht auf Fork: Wem die Richtung nicht passt, kann abspalten und weitermachen. Das eingebaute Austrittsrecht schützt vor Machtkonzentration.
  • Commons statt Enclosure: Open Source entzieht Wissen der reinen Verwertung. Solidarische Ökonomie tut das mit Arbeit und Kapital.

Ehrlich bleibt: Open Source lebt oft von Freizeit und von Konzern-Sponsoring — eine Genossenschaft muss Existenzen tragen, nicht nur Commits. Der Sprung ist also größer als „mal eben ein Repo teilen", aber er ist derselbe Gedanke, zu Ende gedacht. Mehr dazu unter Platform Cooperativism.