Entwurf · v0.1zuletzt aktualisiert: 07.07.2026
Kollektive scheitern selten an der Technik — meist an ungelösten Konflikten und an Überlastung. Genau deshalb behandeln wir Mediation, Moderation und psychologische Begleitung nicht als nettes Extra, sondern als Kern-Infrastruktur — so wichtig wie Server oder Buchhaltung.
Was das konkret heißt
- Klare Entscheidungsverfahren: Wer entscheidet was, und wie? Wir arbeiten mit Konsent — ein Vorschlag gilt, wenn niemand einen schwerwiegenden Einwand hat. Das verhindert sowohl Blockade als auch Überstimmen.
- Regelmäßige Retrospektiven: Feste Termine, an denen nicht die Arbeit, sondern das Miteinander besprochen wird — bevor sich Frust aufstaut.
- Ansprechpersonen für Belastung und Streit: Menschen mit dem Mandat und den Fähigkeiten, früh zu vermitteln, statt Konflikte eskalieren zu lassen.
- Umgang mit Überlastung: Ein Veto-Recht bei zu viel Druck und die Kultur, „mir wird's zu viel" sagen zu dürfen, ohne Gesichtsverlust.
Warum uns das so wichtig ist
Eine selbstverwaltete Struktur nimmt den Chef weg — aber nicht automatisch den Druck. Ohne bewusste Care-Praxis ersetzt ein Kollektiv den externen Chef schnell durch einen inneren: Gruppenzwang, schlechtes Gewissen, Selbstausbeutung. Dagegen bauen wir von Anfang an Strukturen, nicht erst, wenn es kracht.
Du arbeitest in Mediation, Beratung, Sozialer Arbeit oder Psychologie? Dieser Bereich soll aus echter Praxis wachsen, nicht aus der Theorie. Schreib mit — hier geht's zum Mitmachen.